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Der Verdichter ist verduftet.

Allerdings nicht weit weg, denn fortan findet ihr ihn hier.

Ruhende Stille in sanftesten Farben,

säuselndes Lied in umschmeichelndem Ton,

Wogen der Sehnsucht versprechen Erfüllung,

zärtliches Streicheln und Spiel mit dem Strand.

 

Heimat der vieltausend winzigen Tröpfchen,

geborgen vereinigt zum weittiefen Meer,

verschwimmt in der Ferne, verbirgt seine Tiefen,

das Auge verliert sich in träumendem Blick.

 

Salzige Tränen in schluchzenden Wellen,

eiskalte Ströme, der Hoffnung zum Hohn,

treiben dich fort, weg vom rettenden Ufer,

strampelnd dein Fuß lechzend nach festem Stand.

 

Stürmische Winde, gewitterndes Tosen

jagen die Brecher mal hin und mal her,

strudelnde Wirbel und du bist gefangen,

gnadenlos schlägt dir die Flut ins Genick.

 

Vielfalt des Meeres, in Freiheit gebunden,

wo Freude und Trauer verzaubern dich bald

hierhin, bald dorthin folgst du seinem Rufe,

erkenne der Fluten unfassbares Reich

 

an Wundern und heimlichen Schluchten

in Tiefen Geschöpfe uns fremder Gestalt,

gebärend das Leben, umsorgend und stille

lockend, gefährlich und lieblich zugleich.

 

 

Erfolglos schleicht das Leben hin,

der Antrieb fehlt, doch nicht die Triebe,

allein, sie bleiben ohne Sinn,

ist ohne Antwort alle Liebe.

 

Zufriedenheit stellt sich nicht ein,

bist Kröte in zu kleinem Teich,

ein Teich wie ein zu enger Schrein,

entfliehe ihm, dem Schwane gleich.

 

Enthebe dich, das Flügelschlagen

lässt näher dich dem Ziele rücken,

so schön bist du, kannst alles wagen,

die Welt bestimmt durch dein Entzücken.

 

Dein eigen Reich, in deinem Geist

bist du ein Held für alle Zeit.

Doch bist du lang und weit gereist,

ruft dich zurück die Wirklichkeit.

 

Des Sommers Kleider ausgepackt,
er glänzt in vielen hellen Farben,
die Musen tummeln sich gar nackt,
nur ich muss noch im tiefen Dunkel darben.

es scheint dass sie mit eifer
sucht gründe für den ehr
geiz am partner über
wacht morgens schon mit scheu
klappen muss das auschluss
denken treu und stets er
geben und nehmen still ver
bleibt das wort stets zweifel
haft

 

Foto: dubassy

 

dumpfschlag grooved den bassenden bus
bumdrums trommeln den massenverdruss
dröhnende tomtoms und martinshornschall
tönende fansongs und partygeknall
beatkick tickt im rhythmus die zeit
speedtick kickt asphaltstreifen breit
lärmende technopest ich mittendrin
hämmernder ohrfelltest hör nicht mehr hin

Von dir stamme ich her,

lang schon bin ich

ausgezogen.

 

Habe gelernt, erobert,

geherrscht und

zerstört.

 

Nun steh ich wieder

vor deiner Tür,

lässt mich ein, öffnest

deine blauweiten Säle,

die noch immer

dein.

 

Hier komme ich her,

entfremdet bin ich

dir noch immer nah.

 

Viele haben dich nie verlassen,

wenige davon sind mir

bekannt.

 

Oft schon kehrte ich wieder,

habe gelernt, erobert,

geherrscht und

zerstört.

 

Doch noch,

es ist ein Glück,

bin ich nur dein

Besucher, du weitblaues

Meer.

 

Liebe das Leben,

das liebe Leben,

das Leben liebe,

Leben, das liebe,

liebe, die leben,

lebe die Liebe,

Leben lieben die,

die Liebe leben,

Liebe leben die,

die Leben lieben,

des Lebens Liebe.

Liebe des Lebens,

lebe Liebendes,

liebe Lebendes,

der Liebe Leben,

Leben der Liebe,

lebe, Liebender,

liebe, Lebender!

 

worte versprechen ungesagt
sinnlich die lippen oder
nicht ein lächeln verrät den augen
blick den erwünschten oder

nicht wissen nicht ahnen
lässt dein schauen oder
doch soll ich folgen der geste
verwirrenden wollens oder

doch eindeutelnd die situation
fraglos antwortsuchtspiel ja
ich will du willst oder

nicht gehen nicht bleiben
fürchtend die frage oder
doch die antwort ist flucht
vor dir vor mir oder

Foto: Filippova Olga

es ist der rhythmus
dröhnt treibt
von beat zu beat
von tag zu tag
grooved mich in wellen

schwemmt mich
aus dem hafen
trägt mich zu dir
oder dir
oder mir

tanzt mich
aus tälern
hinauf auf
gipfel des glücks
der übersicht

verschleiert im nebel
des 4vierteltakts

 

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